Meine, deine, unsere Wohnung

Nicht nur für unsere Erfolgspaare steht das Zusammenziehen meist ganz oben auf der To-do-Liste. Allerdings macht eine gemeinsame Wohnung nicht nur glücklich und spart Geld, sondern hat auch ihre Tücken. So vermeiden Sie Stolperfallen ...

Nicht nur für die meisten unserer Erfolgspaare steht das Zusammenziehen ganz oben auf der gemeinsamen To-do-Liste für die Zukunft. Keine Frage, zwei Wohnungen zu vereinen ist befriedigend und spart ganz nebenbei richtig viel Geld. Allerdings hat ein gemeinsames Nest auch seine Tücken.

Damit Sie Ihren Liebestraum auch wirklich leben können, sollten Sie im Vorfeld einiges mit dem Partner abklären. Dann können Ihnen Stolperfallen nichts anhaben.

Zwei Individuen, zwei Leben

Er würde gerne jede Minute bei ihr sein, sie will lieber ihre Freiheiten. „Viele Paare unterschätzen, welches Konfliktpotenzial ein Zusammenzug birgt“, sagt die Paartherapeutin Birgit Brockhausen. „Zwei Leben zu vereinen ist nicht immer leicht. Wer sich jedoch auf Diskussionen einstellt, kann sich gelassen zusammenraufen“, sagt Brockhausen.

Zwei Geschmäcker, wer gibt nach?

Er braucht nur Bett und TV und überlässt ihr die restliche Einrichtung. Schön gedacht, leider oft nicht die Praxis. Wenn in einer Wohnung zwei Geschmäcker aufeinanderprallen, braucht es handfeste Kompromisse. Psychologin Dr. Katja Kaiser tröstet: „Die meisten Paare schleifen sich mit der Zeit zurecht. Jeder lernt vom anderen, bis der gemeinsame Stil gefunden wurde, also nicht verzweifeln, sondern abwarten.“

Fast Food-Junkie trifft Rohkostler

Ob Essgewohnheit oder Zigarettensucht: Wer versucht, den Partner zu ändern, hat eigentlich schon verloren. Allerdings hat auch Toleranz ihre Grenzen. Wenn es um das eigene Wohlbefinden geht oder Übergewicht, Rauchen und Alkoholgenuss zum Gesundheitsrisiko werden, darf interveniert werden. Ansonsten heißt es auch hier: Kompromisse schließen und mit Geduld auf die Anerkennung gesunder Ernährung warten.

Chaosbraut liebt Reinlichkeitsfanatiker

Staubratten unterm Bett, Altpapierstapel im Flur, Haare im Waschbecken: Hausarbeit, Ordnung und Unordnung sind die größten Streitpunkte. „Bei sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Sauberkeit sollte eine Putzfrau in Erwägung gezogen und die Kosten geteilt werden“, rät Dr. Katja Kaiser. Putzpläne – sie mögen noch so gut durchdacht sein – funktionieren meist nur kurze Zeit wirklich gut.

Wer trägt die Spendierhosen?

Geld ist ein großes Problem und hat doch eine ganz einfache Lösung. Die Errichtung eines gemeinsamen Haushaltskontos ist unumgänglich beim Zusammenziehen. So werden alle laufenden und gemeinsamen Kosten gedeckt und dennoch kann jeder gleichzeitig sein Geld so verwalten, wie er es möchte. Das bedeutet auch, das „Mehr“ für hochpreisige Lebensmittel aus der eigenen Tasche zu bezahlen.

Hund, Katze, Maus – wer muss raus?

Als Aidens Hund in einer Folge von „Sex and the City“ Carries Stilettos zerbeißt, hängt erst mal der Haussegen schief. Muss ich den Vierbeiner meines Partners adoptieren? Dr. Mathias Jung, Psychologe und Buchautor, meint: „Besser ist es. Partnerschaft bedeutet Verbindlichkeit und gemeinsame Verantwortung, auch für Haustiere.“ Sind Allergien im Spiel, muss eine individuelle Lösung her.

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