Alle Angaben ohne Gewähr

Der Schock sitzt tief in der Promiwelt: Das Traumpaar Heidi Klum und Seal hat sich getrennt. Die öffentlichen Liebesschwüre sind dann doch am verflixten siebten Jahr gescheitert. Wir haben uns gefragt: Was zählen Liebesbekenntnisse noch?

Es war die erste große Promitrennung im Jahr 2012: Top-Model Heidi Klum und Popstar Seal galten bislang als das Vorzeigepaar der Medien. Öffentlich demonstrierten Sie Pärchenglück und innige Zweisamkeit – glaubhaft besiegelt mit ihrem jährlich erneuerten Liebesschwur. Ein Bekenntnis zum Partner, so scheint es nun im Licht dieser Trennung, geht zwar leicht über die Lippen, ist aber wohl doch nicht umsetzbar. Haben Liebesschwüre heute noch irgendeine Verbindlichkeit?

Auslaufmodell „Liebe“?

Klar ist: Viele Autoren arbeiten daran, Liebe, Treue und Bindung als verstaubte Relikte grauer Vorzeit abzutun. Hochzeiten auf Lebenszeit seien nicht mehr zeitgemäß, heißt es aus diesen Reihen. So weist das amerikanische Psychologen-Ehepaar Barash und Lipton beispielsweise darauf hin, dass Monogamie gegen die Natur des Menschen läuft. Interessant ist aber, dass sich die beiden nach 34 Ehejahren immer noch treu sind. Bestätigen gerade diese beiden die berühmte Ausnahme von der Regel? Weiter ruft die Romanschriftstellerin Cornelia Jönsson gar das Zeitalter der „Polyamorie“, der offenen Liebesbeziehung, aus und nennt „111 Gründe, offen zu lieben„. Die Zweifel an dem Liebesschwur „Wir bleiben für immer zusammen“ erhärten sich, wenn man sich die schwindelerregend hohen Scheidungsraten in den Statistiken anschaut. Vor diesem Hintergrund bekommt das Liebesgeständnis einen merkwürdigen Beigeschmack, eine veränderte Bedeutung. Gibt es Liebe nur noch in Form eines zeitlich begrenzten Kredits?

Beständigkeit ist möglich

In Deutschland leben fast 17 Millionen Singles, vielen von ihnen wünschen sich ein ernstgemeintes Liebesbekenntnis. Und es gibt viele Promis, die ihnen Hoffnung machen, die sich nach vielen Ehejahren immer noch treu sind. Senta Berger und Michael Verhoeven sind seit 45 Jahren verheiratet, Thea und Thomas Gottschalk haben sich 1976 das Ja-Wort gegeben. Die Beckhams trauten sich 1999 vor den Traualtar und sind immer noch verheiratet. Die ehemaligen Landeseltern Bayerns Karin und Edmund Stoiber haben 1968 geheiratet. Und Catherine Zeta-Jones und Michael Douglas gaben sich 2000 das Ja-Wort und haben seitdem schwere Krisen gemeinsam im Team gemeistert. „Ich liebe Dich für immer“ – für diese Promibeispiele kein leeres Versprechen.

Liebesgeständnisse sind kostbar

In der Klum-Seal-Tragödie den Untergang der romantischen Liebe zu sehen, wäre sicher verfrüht. Gerade die Mehrheit unserer Promis nimmt Beziehung und Treue sehr ernst und wir sollten nicht glauben, dass Liebesgeständnisse nur in Film und Fernsehen zur glücklichen Zweisamkeit führen. Immerhin gibt es in unserer eigenen Umgebung genug Exempel für langlebige und erfolgreiche Beziehungen. Und diese gelten viel mehr als Prognose für unsere eigenen Beziehungsaussichten.

So verleihen Sie Ihrem Liebesgeständnis Bedeutung:
Gestehen Sie Ihrem Partner Ihre Liebe ausschließlich in wichtigen Momenten. Persönlich und nicht wöchentlich per SMS oder gleich nach dem ersten Date, wenn man die ganze Welt nur noch durch die rosarote Brille sieht. Denn sonst wirkt das ganze auch etwas unglaubwürdig. Etwas, das kostbar ist, verschleudert man nicht bei der ersten Gelegenheit.

Bildquelle: PRPhotos.com