Und, wie war’s?

Sie kennen das sicher: Das erste Date ist vorbei, die Weichen sind gelegt und Ihre Kumpels warten gespannt auf den Bericht: "Wie war es? Gibt es ein zweites Date? Mag sie dich? − Und noch viel wichtiger: Magst du sie?"

Sie kennen das sicher: Das erste Date ist vorbei, die Weichen sind gelegt und Ihre Kumpels warten gespannt auf den Bericht: „Wie war es? Gibt es ein zweites Date? Mag sie dich? − Und noch viel wichtiger: Magst du sie?“ Sie fühlen, wie es vor lauter Spannung in der Luft knistert, und voller Erwartung strahlen Ihnen mindestens vier Paar Augen entgegen.

Die Kneipenrunde mit Freunden ist ein festes Ritual unter Männern. Nach dem Date wird hier traditionsgemäß Bericht erstattet. Und wenn der Held des Abends mit einem siegessicheren Lächeln den Raum betritt, bedarf es keiner Worte mehr: Die Gruppe johlt und nach unzähligen Umarmungen und Schulterklopfen werden dem Gewinner zahlreiche Runden Bier, Jägermeister oder Wein ausgegeben. Er blickt verträumt in die Ferne und verkündet: „Leute, so eine Frau hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht getroffen: Sie ist es!“ Und gefeiert wird bis zum Morgengrauen …

„Wie heißt sie?“
Natürlich das Wichtigste zuerst: Ihr Name! Schon allein bei dieser Information schlagen die Herzen der Herren meistens höher: „Oohh, Julia! Der schönste Name der Welt!“, „Jeanine … klingt wie ein französisches Chanson!“ Meistens erzählt dann der Dienstälteste der Runde mit erhobenem Zeigefinger, dass seine erste große Liebe denselben Namen hatte, was dann von allen anderen als gutes Omen für die Zukunft gewertet wird: „Dann kann ja nichts mehr schief gehen!“

„Wie sieht sie aus?“
Männer sind nicht unbedingt oberflächlich. Sie haben nur eine sehr visuelle Fantasie. Von ihrer Kleidung bis zu den Lippen wird alles detailliert beschrieben. Man will sich die Person vorstellen, über die man redet. Ein kleines Merkmal wird dabei besonders hervorgehoben: Der kleine Schönheitsfleck unter ihrem rechten Auge, ein dezentes Tattoo auf dem Oberarm oder das „unverschämt schöne Glänzen ihrer Augen, wenn sie lächelt“.

„Was arbeitet sie?“
Eine Standartfrage, bei der man aber unter Männern nicht viel falsch machen kann. Wenn sie eine berühmte Strafverteidigerin ist, raunt das Brummen der Bewunderung durch den Raum: „Warum hat denn die grad dich genommen?“ Ist sie Europameisterin ihrer Gewichtsklasse im Kickboxen, bricht die Runde in schallendes Gelächter aus, er möge doch wohlbehalten wieder zum nächsten Stammtisch kommen. War sie dagegen auf der Hauswirtschaftsschule, macht sich ein gerührtes Seufzen breit und die eine oder andere Träne kullert aus den Augen.

„Wie weit seid ihr gegangen?“
Schon klar, es war das allererste Date. Aber diese Frage gehört einfach zum Repertoire! Wenn sich das Paar mit einem kleinen Kuss ein schönes „Auf Wiedersehen“ gewünscht hat, können sich die Jungs vor lauter Begeisterung kaum noch auf den Stühlen halten. Wenn man sich dagegen förmlich mit Händedruck verabschiedet hat, wird das mit einem wohlwissenden Nicken quittiert: „Na ja, das erste Mal! Ist ja auch richtig so.“ Ist dagegen sehr viel mehr passiert, glotzen alle nur erstaunt und das Kinn hängt fünfmal bis zum Boden runter.

„Wie geht’s weiter?“
Diese Frage darf natürlich nicht fehlen. Jedes Date soll ja auch Hoffnung auf mehr machen. Und wenn man sich wiedersehen will, jubelt die mittlerweile schon angetrunkene Runde so laut, dass die Wände zittern und man hat einen Grund gefunden, gleich die nächste Runde Bier zu bestellen. Wenn man jedoch unentschlossen ist, wird reichlich Überzeugungsarbeit geleistet: „Junge, denk‘ nicht zu viel darüber nach, mach’s einfach!“

 

Und das erzählen Frauen über das erste Date.