Wie viel Kommerz ist am Valentinstag erlaubt?

Die Meinungen über den Valentinstag gehen auseinander. Romantik pur oder Erfindung der Blumenlobby? Gute Argumente gibt es für beide Ansichten. Zwei Autoren der LoveScout24-Redaktion bekennen Farbe und laden zur Diskussion ein ...

Am 14. Februar ist es wieder soweit: Der Valentinstag ist da. Unübersehbar kündigt sich an den Tagen zuvor das Ereignis in Schaufenstern, Zeitschriften und im Fernsehen an. Als Single hat man dabei allen Grund, dem „Tag der Liebenden“ mit gemischten Gefühlen gegenüber zu stehen.

Nervt einen die Gefühlsduselei oder lässt man sich von der allgemeinen Romantik anstecken? Wie viel Kommerz hält der Valentinstag aus? Ein Thema, zwei Meinungen. Und was meinen Sie?

Elisabeth Andres

„Eine gute Gelegenheit, sich ein paar Gedanken über Romantik zu machen …“

Tobias Schickhaus

„Valentinstag? Nur gesellschaftlich verordneter Liebeszwang!“

Zugegeben, die Floristen haben in der Vergangenheit gelernt, aus dem Valentinstag Profit zu schlagen. Aber welcher Geschäftsmann macht das nicht? Und vor allem: Mit Rosen oder Pralinen wird sich Liebe nicht erkaufen lassen. Wohl aber freut sich jeder, der eine kleine Aufmerksamkeit erhält. Natürlich ist Romantik auf Knopfdruck ein wenig schwierig, zumal in unserer schnelllebigen Zeit ohnehin wenig Platz dafür ist. Doch der Valentinstag bietet die Chance, die Romantik sozusagen vorzubereiten! An ein kleines Blumensträußchen eine Karte mit einem Überraschungsgutschein gehängt – und schon steigt die Spannung auf das, was da wohl kommen mag. Man sollte den Valentinstag nicht überbewerten. Aber ein Anlass, um sich mal wieder Gedanken über Romantik zu machen, ist er allemal. Und das hat noch keinem geschadet. Eine Armee von Männern stürmt aus Blumenläden oder Tankstellen, beladen mit roten Rosen oder Pralinen. Der Valentinstag ist inzwischen zum gesellschaftlich verordneten Anlass für Liebesbeweise mutiert. Das erfreut selbstverständlich den Handel, denn der verlangt am Valentinstag Wucherpreise für Blumen und Süßigkeiten. Jeder unterwirft sich dem öffentlichen Zwang, termingerecht Liebe durch kleine Geschenke zu beweisen. Gerade für Singles kann somit der 14. Februar zur Nervenprobe werden. Überall wird man mit der Tatsache konfrontiert, dass man auch dieses Jahr keine Kärtchen oder Blümchen erhält. Und überhaupt: Romantik auf Knopfdruck funktioniert einfach nicht. Viel phantasievoller als obligatorische Präsente sind doch spontane Liebesbeweise aus freiem Herzen ohne einen besonderen Anlass!

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