Soll man den Partner ändern?

Wir sagen ja. Mit der richtigen Sprache und Strategie kann man die Partner für eigene Wünsche empfänglich machen. Wie das klappen könnte, lesen Sie hier …

Wenn man ganz frisch verliebt ist, findet man seinen Partner natürlich perfekt. Selbst kleine Macken sind irgendwie reizend. Doch irgendwann zieht der Alltag ins gemeinsame Liebesnest und die rosarote Brille ist weg. Seien es Nachlässigkeiten im Haushalt oder Hobbys, die zu viel Zeit kosten, irgendwann hat man kleine Änderungswünsche.

Darf man den Partner auf seine Fehler ansprechen oder riskiert man damit vielleicht sogar das Beziehungsaus?

Farbe bekennen

Grundsätzlich gilt: Was dauerhaft nervt, sollte auch angesprochen werden. Eine Beziehung lebt ja von der Bereitschaft beider, Kompromisse einzugehen. Stellen Sie sich vor, es gibt eine Seite Ihres Partners, mit der Sie nicht klar kommen. Aus lauter Angst vor Streit aber trauen Sie sich nicht, das Problem anzusprechen. Damit ändern Sie aber nicht Ihren Partner, sondern nur sich selbst, denn Sie richten die Beziehung ganz nach seinen Vorstellungen aus. Aber wo bleiben Sie dabei?

Kommunikation ist alles

Ihr Partner hat keine Chance, auf Ihre Wünsche einzugehen, wenn Sie sie nicht formulieren. Bevor Sie ihn aber darauf ansprechen, sind immer ein paar Vorüberlegungen hilfreich: Was für ein Charakter ist Ihr Partner? Kennen Sie ihn oder sie als mitfühlende Person, temperamentvoll oder gar stur? Weicht er oder sie bei schwierigen Themen aus? Von den Antworten hängt ab, wie Sie Ihre Wünsche anbringen.

Der Ton macht die Musik

Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Kritik sorgfältig formulieren. Sie möchte Ihren Partner ja nicht verletzten. Wenn Ihnen also sein Kleidungsstil nicht gefällt, nörgeln Sie nicht beständig an ihm herum. Drücken Sie es positiv aus und verteilen Komplimente, wenn ihm oder ihr etwas gut steht: „Ich muss immer noch an dein rot-schwarz kariertes Holzfällerhemd denken. Du sahst so hervorragend darin aus!“ Versuchen Sie, Ihre Kritik positiv auszudrücken.

Verführen statt drohen

Sie sind verschiedene Feierabendtypen? Er will sich vor den Fernseher bequemen, aber Sie wollen ausgehen? Üben Sie keinen Druck auf ihn aus, sondern motivieren Sie ihn. „Du wolltest doch so gerne den neuen Edel-Italiener testen? Ich habe für heute einen Tisch reserviert.“

Einfühlungsvermögen hat jeder

Empathie ist ein wichtiger Bestandteil einer Beziehung – doch Sie können Ihren Partner dabei unterstützen, indem Sie ihm Ihre Gefühle erklären. Warum stört Sie etwas und was erhoffen Sie sich von der Veränderung? Versuchen Sie eine Diskussion anzuregen, in der Sie beide Ihre Bedürfnisse äußern können und in der Sie mehr darüber erfahren können, wie der andere tickt. So nähern Sie sich Schritt für Schritt aneinander an und lernen den anderen intuitiv zu verstehen.
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