Social Media-Knigge: Dos und Dont’s

Facebook, Twitter, Instagram & Co.: Wir klären, ob es eine unausgesprochene Social Media-Knigge gibt, wenn man jemanden datet oder sogar schon in einer festen Beziehung ist. Dafür haben wir 2.000 Singles zu diesem Thema befragt und spannende Antworten erhalten

Gerade im heutigen Zeitalter, das vom digitalem Wandel und mobiler Kommunikation im Internet geprägt ist, spielen soziale Netzwerke eine große Rolle im Alltag vieler Menschen. Kaum öffnet man Facebook, Twitter, Instagram & Co., schon weiß man, wohin der sympathische Freundes Freund in den Urlaub reist oder ob sich der Beziehungsstatus einer Person geändert hat. Doch wie sollte man sich in sozialen Netzwerken verhalten? Wie viel sollte man von sich Preis geben? Gibt es so etwas wie eine Social Media Knigge, wenn es um Daten geht?

Vor allem junge Menschen haben soziale Medien fest in ihr Leben integriert und zeigen keine Scheu, auch sehr private Informationen mit ihren Fans, Followern und Freunden zu teilen, auch was Dating und Beziehungen angeht. Wir haben 2.000 Singles aus Deutschland zu diesem Thema befragt und herausgefunden, was ihrer Meinung nach wichtige Dos and Dont’s bei Facebook, Twitter & Co. sind.

Social Media-Knigge: Freundschaftsanfragen

Die Stunde null der gemeinsamen Social Media-Bekanntschaft ist meist das Senden einer Freundschaftsanfrage auf Facebook. Kein Wunder: Schließlich nutzen rund 64 Prozent der deutschen Singles das soziale Netzwerk – bei jüngeren Erwachsenen liegt die Zahl sogar noch höher. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, um eine virtuelle Verbindung zu einer Person zu schaffen? 22 Prozent der deutschen Singles versenden eine Anfrage bereits nach dem ersten Date. Weitere 31 Prozent nach ein bis zwei Wochen und jeder Vierte wartet damit über einen Monat. Ein weiteres knappes Viertel winkt komplett ab und sendet gar keine Freundschaftsanfragen an Dates.

Die Jüngeren sind hierbei deutlich schneller: Die Mehrheit der 18-bis 24-Jährigen verschicken bereits in den ersten paar Wochen nach dem Date eine Einladung an ihren Schwarm. Nur jeder Zehnte sagt: Freundschaft auf Facebook mit einem Date – das mache ich generell nicht! Bei der Frage, ob und wie schnell man seinem Date eine Freundschaftsanfrage bei Facebook stellen sollte scheiden sich also die Geister. Deutlich wird aber: Jüngere Umfrageteilnehmer, die mit Internet und hochentwickelten Technologien aufgewachsen sind, gehen online allgemein gelassener mit privaten Informationen und Fotos um, als ältere Befragte. Dennoch ist sich die Mehrheit sicher: Mit Freundschaftsanfragen muss man nicht lange warten! Das erklärt auch die hohe Anzahl an Freunden, die ein Facebook-Nutzer durchschnittlich hat: 2013 waren es rund 342, heute dürfte die Zahl sogar noch etwas höher liegen.

Wann soll ich den Beziehungsstatus ändern?

Sind sich beide Seiten sicher, dass sie mehr wollen, als nur Freundschaft, kommt zwangsläufig die Frage auf: Sollte man seinen Beziehungsstatus in den Social Media Profilen ändern? Oder sollte man Getuschel und Aufsehen vermeiden und lieber erst einmal sehen, wie sich die Beziehung entwickelt?

2.000 Singles haben diese Frage beantwortet. 15 Prozent denken, es sei ok den Beziehungsstatus schon nach ein bis zwei Wochen zu ändern. Für knapp jeden Vierten wäre nach etwa einem Beziehungsmonat der richtige Zeitpunkt. Während 27 Prozent erst nach einigen Monaten kommunizieren würden, dass man ein Paar ist, verweigert es jeder Dritte, über Facebook zu verraten, ob er vergeben ist. Interessant ist, dass sich Frauen beim Wechsel des Beziehungsstatus deutlich länger Zeit lassen als Männer.

Soll ich ein gemeinsames Foto veröffentlichen?

Befindet man sich seit Kurzem in einer festen Beziehung, drängt sich nicht nur die Frage auf, ob man online den Beziehungsstatus anpassen sollte, sondern auch, ob man gemeinsame Fotos veröffentlichen will. 16 Prozent der Männer würden dies innerhalb der ersten zwei Wochen tun, doch nur halb so viele Frauen. Das weibliche Geschlecht ist auch bei dieser Veränderung nicht so entschlossen und zögert, wenn es darum geht, Informationen über das eigene Privatleben im Internet zu verbreiten.

Egal, ob man nun ein sehr offener Mensch ist und jedes kleinste Detail aus seinem Leben mit der Welt teilen möchte oder sich eher in Zurückhaltung übt: Die Hauptsache ist, dass beide Partner mit ihrer persönlichen Regelung einverstanden sind und gemeinsam besprechen, wie öffentlich sie ihre Beziehung machen wollen. Entscheidet man sich zu schnell und unbedacht, Liebesbekundungen und Fotos in Social Media zu teilen, kann das nach Hinten losgehen! Wenn aus großer Liebe doch nur eine dreiwöchige Beziehung wird und man nach so kurzer Zeit alle Informationen wieder umändern und Fotos löschen muss, kann es zu unangenehmen Situationen kommen. Verwirrte Nachrichten von Freunden und Bekannten sind Ihnen gewiss!

(1) Rawpixel Ltd/iStock/Thinkstock, (2) welcomia/iStock/Thinkstock, (3) Jacob Ammentrop Lund/iStock/Thinkstock