Geteiltes Bett ist gut fürs Herz

Schwitzen, Schnarchen, Decke klauen: Ein geteiltes Bett hat seine Tücken. Dennoch schlafen die meisten Paare lieber zusammen. Und das aus gutem Grund, denn aktuelle Untersuchungen belegen, dass ein geteiltes Bett nicht nur unserem Herz gut tut …

Schnarchen, Zähneknirschen, Bettdecke klauen – ein geteiltes Bett hat so seine Tücken. Grenzt es da an ein Wunder, dass die meisten Paare nicht in getrennten Schlafzimmern nächtigen? Keineswegs.

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen belegen: Zusammen zu schlafen ist gut für Psyche und Gesundheit. Besonders dann, wenn Sie das Bett mit einem Menschen teilen, den Sie lieben. Es ist vermutlich sogar ein Hauptgrund dafür, dass Leute in festen Partnerschaften gesünder und länger leben …

Ein geteiltes Bett verbindet

Seite an Seite einzuschlummern kurbelt die Ausschüttung des „Liebeshormons“ Oxytocin an. Dieses ist dafür bekannt, bei Paaren das Gefühl von Verbundenheit zu stärken. Bisher ging man davon aus, dass Oxytocin vor allem beim Sex produziert wird. Doch Experten sind sich nun sicher: Das Liebeshormon-Level steigt ebenso beim Kuscheln oder gemeinsamen Bettgeflüster.

Schlafen: Eine echte Herzensangelegenheit

Neueste Studien zeigen, dass Oxytocin auch einen positiven Einfluss auf unser Herz hat. Im Rahmen einer Studie der University of North Carolina wurden verheiratete bzw. in einer Beziehung lebende Frauen darum gebeten, Tagebuch darüber zu führen, wie viel Umarmungen sie in einem bestimmten Zeitraum erhalten haben.

Das Ergebnis: Die Frauen, die am häufigsten kuschelten, wiesen den höchsten Oxytocin-Spiegel auf. Gleichzeitig hatten sie die besten Werte bezüglich Blutdruck und Herzschlag. Doch damit nicht genug: Schwedische Wissenschaftler fanden heraus, dass Oxytocin sogar die Verdauung positiv beeinträchtigen und Entzündungen reduzieren kann.

Besser nicht ohne, auch wenn es mit schlechter geht

Das Bett mit einem Partner zu teilen ist besser für Ihren Schlaf – sogar dann, wenn der andere Ihren Schlummer eigentlich stört. So schlafen Frauen in Langzeitbeziehungen schneller ein und wachen nachts seltener auf als Frauen, die alleine schlafen. Das belegt eine 2009 veröffentlichte Studie. Grund dafür: Liegt man neben einem vertrauten Partner, fühlt man sich sicher und geborgen. Und das sorgt für einen erholsameren Schlaf.

Praktische Nebenwirkung: Stress ade!

Das beste Mittel gegen Stress? Ein geteiltes Bett! Aktuellen Untersuchungen zufolge wird durch gemeinsames Schlafen das Stresshormon Cortisol gedrosselt. Und das ist gesund: Denn ein über längere Zeit erhöhter Cortisol-Spiegel wird mit der Erhöhung von Zytokin in Verbindung gebracht. Das sind Proteine, die Herzkrankheiten, Depressionen und Immunerkrankungen auslösen können.

Na dann: Gute Nacht!

Die Nacht zusammen zu verbringen ist aus vielen Gründen eine gute Sache. Übrigens: Eine Wiener Forschungsgruppe fand heraus, dass Paare besser schlafen, wenn sie vorher miteinander Sex haben. In diesem Sinne: Scheuen Sie keine Deckenkämpfe und suchen Sie sich ein Herzblatt bei LoveScout24, mit dem Sie sich zu zweit glücklich schlafen!

Wie man sich bettet, so liebt man: Tipps für einen guten Schlaf zu zweit

 

    • Sie betten sich am liebsten weich, Ihr Partner bevorzugt härtere Matratzen? Kaufen Sie eine zweiteilige Matratze: eine halbfest, eine halbweich.

 

    • Schlafen Sie zu zweit schlecht ein? Dann teilen Sie das Bett nur am Wochenende und schlafen Sie unter der Woche getrennt: Da ist Schlaf am wichtigsten.

 

    • Beim Schlafen hat jeder seine eigene Wohlfühl-Temperatur. Weicht Ihre von der Ihres Partners ab, verwenden Sie separate Bettdecken.

 

    • Ihr Liebster schnarcht? Gehen Sie als Erster zu Bett: Dadurch schlafen Sie bereits tiefer und werden nicht so leicht gestört, wenn Ihr Partner „lossägt“.

 

 

Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/jronaldlee/4323434619; Copyright by: James Lee