Trennung als Beziehungskitt

Heute getrennt, morgen wieder unzertrennlich: Promis wie Justin Bieber und Selena Gomez machen durch ihre On-Off-Beziehungen regelmäßig Schlagzeilen. Welche Gründe stecken dahinter, wenn Paare nicht mit und nicht ohne einander können?

Schatz, es ist endgültig aus! Zumindest fürs Erste … In den meisten Fällen bedeutet eine Trennung das Ende einer Partnerschaft. In einer On-Off-Beziehung dagegen reichen sich Verlassen und Versöhnen regelmäßig die Hand.

Prominente Beispiele dafür sind Rihanna und Prügelknabe Chris Brown oder Teenie-Schwarm Justin Bieber mit On-Off-Girlfriend Selena Gomez. Gut möglich, dass Promis ihren wechselhaften Beziehungsstatus vor allem dazu nutzen, sich die Aufmerksamkeit der Boulevard-Presse zu sichern. Doch wie sieht es aus bei den Paaren abseits des Blitzlichtgewitters?

Wieso geht’s nicht mit und nicht ohne einander?

Eine häufige Ursache für On-Off-Beziehungen ist ein unterschiedliches Bedürfnis nach Nähe und Distanz. Während manche Menschen ihren Partner am liebsten immer um sich haben wollen, sehnen sich andere nach mehr Freiraum. Der eine klammert, der andere fühlt sich regelrecht eingesperrt in der Beziehung – und sieht oft nur noch eine Lösung: die vorrübergehende Trennung.

Versöhnung als ultimativer Liebesbeweis

Im Gegensatz dazu fordern Menschen, denen die Nähe in ihrer Partnerschaft fehlt, mit einer Trennung die Liebe und Zuneigung des anderen heraus. Folgt dann tatsächlich die Versöhnung, fühlen sie sich in den Gefühlen des anderen bestätigt. Ein tückischer Mechanismus, der schnell in eine Beziehung führt, die auf Dauer emotional stark belastet.

Lieber dramatisch als normal

Die Motive für eine On-Off-Beziehung können aber auch andere sein: Bei manchen ist es die Angst vorm Alleinsein, andere wiederum erleben einen regelrechten Ego-Push, wenn sie ihren Ex-Partner zurückerobern. Es gibt aber auch Menschen, denen eine „normale“ Beziehung schlichtweg zu langweilig ist: Sie brauchen das Wechselbad aus Leidenschaft und Dramatik, um sich lebendig fühlen.

Haben On-Off-Beziehungen eine Chance auf ein Happy-End?

Kleine oder größere Konflikte sind zwar fester Bestandteil jeder Partnerschaft … in On-Off-Beziehungen enden sie aber schneller in einer Trennung – selbst, wenn diese „nur“ vorrübergehend ist.

Die Chancen auf langes Beziehungsglück stehen eher schlecht: On-Off-Paaren fehlt oft die Fähigkeit, vernünftig mit Konflikten umzugehen und dafür gemeinsam eine Lösung zu finden. Die Folge: Beide können sich nicht wirklich aufeinander verlassen und dem anderen Vertrauen entgegenbringen – eine der wichtigsten Säulen für eine stabile Beziehung.

Wie entkommt man der Spirale aus Trennung und Versöhnung?

Beziehungsexperten raten: Beide Partner sollten offen miteinander besprechen, was ihnen in der Partnerschaft fehlt und was sie sich für ein harmonisches Miteinander wünschen. Dabei können sie Kompromisse schließen, die ihnen helfen, emotionale Nähe aufzubauen und somit der Beziehung Stabilität zu schenken.

Sollte dies nicht gelingen, ist es besser, konsequent einen Schlussstrich zu ziehen. Leidenschaft hin oder her: Durch ständige Trennungen wird eine Beziehung nur selten besser.

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