Offene Beziehung: Regeln für das Abenteuer

Offene Beziehung - dieses Konzept klingt faszinierend?

Offene Beziehung – für viele klingt das verheißungsvoll: Der eigene Partner erlaubt, dass man mit anderen Menschen Sex hat und sich ausprobiert. Dieses Abenteuer kann jedoch nur funktionieren, wenn beide Partner genau definieren, wo die Grenzen liegen. Wichtig ist, dass Ihre offene Beziehung Regeln folgt.

Grundvoraussetzung für das Gelingen Ihrer offenen Beziehung ist, dass beide es wirklich wollen. Sie sind nicht überzeugt von dem Konzept, wollen Ihrem Partner aber einen Gefallen tun? Das ist keine gute Idee. Sie haben das Recht, eine offene Beziehung abzulehnen, denn sonst ist der Versuch vermutlich ohnehin zum Scheitern verurteilt.

Sie sind beide einverstanden? Stürzen Sie sich nicht Hals über Kopf ins Abenteuer, sondern seien Sie offen miteinander und stecken Sie zuerst Ihre Regeln genau ab. Gibt es Praktiken, die tabu sind? Darf das eigene Schlafzimmer für Abenteuer genutzt werden? Darüber sollte es keine Unklarheiten geben. Sonst ist die Gefahr groß, dass ein Partner eine Enttäuschung erlebt oder verletzt wird.

Wie Sie Ihre offene Beziehung regeln: Kommunikation ist der Schlüssel

Sprechen Sie offen darüber, wie Sie Ihre offene Beziehung regeln wollen. Definieren Sie, wie viel Sie einander von den anderen Partnern und den gemeinsamen Aktivitäten erzählen wollen. Daran sollten Sie sich unbedingt halten. Besonders wichtig: Die eigene Beziehung hat immer Vorrang! Blocken Sie sich einen Abend in der Woche für gemeinsame Unternehmungen, genießen Sie Ihre Zweisamkeit – und seien Sie mit den Gedanken nur beim Partner.

Reden Sie offen miteinander über die Fragen, die Sie beschäftigen. Seien Sie ehrlich! Das beugt Eifersucht und Konflikten vor. Schließlich ist es auch bei Seitensprüngen nicht unbedingt der Sex mit einer fremden Person, der den anderen Partner verletzt, sondern Heimlichtuerei und Lügen. Kommunikation ist die Grundlage: Erst die Offenheit im Gespräch ermöglicht die Offenheit in der Beziehung.

Umgekehrt sollte es selbstverständlich sein, den neuen Partnern keine zu intimen Details zu erzählen. Achten Sie auf Ihre Gefühle! Wenn Sie mit Ihrem Partner vereinbart haben, dass Sex mit anderen erlaubt ist, sollten trotzdem die Gefühle außen vor bleiben. Was auch selbstverständlich ist: Safer Sex.

Seien Sie ehrlich zu sich selbst und zum Partner!

Wichtig ist: Eine offene Beziehung ist nicht automatisch grenzenlos. Machen Sie sich stehts bewusst, dass auch die offene Beziehung Regeln folgen muss, damit sie funktioniert. Ihre Beziehung hat Grenzen, aber die haben Sie neu und anders definiert. Der Partner möchte, dass das gemeinsame Zuhause für andere Partner tabu ist? Das müssen Sie respektieren. Dafür haben Sie ebenfalls Vorstellungen, an die der andere sich halten muss. Von immenser Bedeutung sind hier Ehrlichkeit, Offenheit und Kommunikation.

Sie stellen fest, dass sich das Ganze anders entwickelt als gedacht? Sie wollen eine abgesteckte Regel verändern? Es nützt nichts, Ihr Unbehagen zu überspielen. Verschweigen Sie Ihre Gefühle, schadet auch das der Beziehung.

Sie stellen fest, dass das Experiment gescheitert ist? Halten Sie nicht Ihrem Partner zuliebe daran fest. Vereinbaren Sie eine Art Probezeit mit der Option, abzubrechen oder weiterzumachen. In jedem Fall ist die offene Beziehung eine Erfahrung.

Fest steht: Mit einer offenen Beziehung wagen Sie etwas Neues. Sie verlassen Ihre Komfortzone und entwickeln sich weiter – Sie, Ihr Partner und die gemeinsame Beziehung. Im Idealfall wissen Sie dadurch Ihre gemeinsame Beziehung noch mehr zu schätzen.

Tipp zum Weiterlesen: Im Secret-Magazin erzählt ein Paar von seinen persönlichen Erfahrungen mit der offenen Beziehung.