Die Kunst des Komplimente-Machens

Komplimente machen ist eine Kunst für sich. Lob oder Anerkennung richtig auszudrücken, ist oft gar nicht so einfach. Wir verraten Ihnen, auf was es dabei ankommt und wie Komplimente richtig wirken.

„Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist“, singen die Sportfreunde Stiller in einem ihrer Songs. Und mal ehrlich, wer bekommt nicht gerne ein solches Kompliment? Doch Lob oder Anerkennung richtig auszudrücken, ist oft gar nicht so einfach.

Wir verraten Ihnen, auf was es dabei ankommt und wie Komplimente richtig wirken.

Komplimente machen glücklich

„Von einem guten Kompliment kann ich zwei Monate leben.“ Mark Twain

Wahre Komplimente kommen von Herzen, sie sind meist überraschend und versüßen uns den Alltag. Sie machen ihn ein Stückchen schöner und können eine ganze Kette an Glücksgefühlen hervorrufen. Komplimente sind eine bedingungslose, freie Gabe, sie sind unverbindlich und wir erwarten dafür nichts im Gegenzug.

Wann haben Sie das letzte Mal jemandem ein Kompliment gemacht? Einem Kollegen, einer Freundin, einem Fremden – ehrliche Anerkennung macht nicht nur andere, sondern auch Sie selbst ein wenig glücklicher. Probieren Sie es aus!

Die richtige Stimmung fürs Kompliment

Nicht jedem fällt das Geben und Annehmen von Komplimenten leicht. Damit Ihre Anerkennung seine Wirkung nicht verfehlt, spielen unter anderem auch das Ambiente und die Stimmung eine wichtige Rolle. Während oder kurz nach einem Streit macht ein Kompliment beispielsweise wenig Sinn und erreicht meist genau das Gegenteil. Ihr Gegenüber fühlt sich ins Lächerliche gezogen und das, was Sie sagen, wirkt unglaubwürdig. Dasselbe gilt auch für allzu inszenierte Situationen oder einen völlig zusammenhangslosen Kontext. Besser Sie verhalten sich möglichst natürlich und den Umständen entsprechend angemessen!

Komplimente beim Flirten

„Komplimente sind wie Parfüm. Sie dürfen duften, aber nie aufdringlich werden.“ Oscar Wilde

Für viele sind Komplimente vor allem beim Flirten wichtig, das Gegenüber muss schließlich erobert werden. Verzichten Sie dabei auf Floskeln wie „Ist dein Vater Konditor, oder warum bist du so süß?“ Vermeiden Sie auch Übertreibungen und Schmeicheleien. Komplimente sollten ehrlich und individuell sein. Dabei müssen Sie nicht zwangsläufig das Äußere in den Vordergrund stellen, denn auch Eigenschaften oder bestimmte Aussagen verdienen Bewunderung. Höflichkeit, ein Lächeln, Aufmerksamkeit und Interesse zeigen machen oft schon den größten Teil eines Kompliments aus.

Komplimente in der Partnerschaft

Beim Kennenlernen und am Anfang einer Partnerschaft sind wir meist recht großzügig mit Komplimenten, doch im Laufe der Jahre lässt diese Gewohnheit nach. Das heißt natürlich nicht, dass wir unseren Partner weniger schätzen, aber wir sehen ihn immer mehr als Selbstverständlichkeit an und vergessen oft, ihm die Anerkennung zu geben, die er verdient. Das ist schade, denn Komplimente stärken das Selbstwertgefühl unseres Partners und zeigen, wie sehr wir ihn schätzen.

Sagen Sie Ihrem Herzblatt doch einfach mal, wie toll Sie sein Engagement in der Firma finden, wie verliebt Sie immer noch in sein Lachen sind oder wie gut ihm die neue Frisur steht. Überraschen Sie Ihren Partner mit einem selbstgeschriebenen Zettel, den Sie heimlich in seinen Terminkalender oder auf die Müslipackung kleben.

6 Tipps fürs Komplimente geben

„Ein Kompliment ist die charmante Vergrößerung einer kleinen Wahrheit.“ Johannes Heesters

  1. Werden Sie konkret
    Seien Sie so spezifisch wie möglich. Machen Sie keine Andeutungen, denn diese können oft falsch verstanden werden.
  2. Individualität ist gefragt
    Formulieren Sie persönlich und gehen Sie auf das ein, was Ihr Gegenüber tatsächlich ausmacht. Denn auch Eigenschaften und Interessen eignen sich bestens für ein Kompliment.
  3. Keine Schleimerei
    Vermeiden Sie allgemeine Floskeln und Aussagen wie „Du hast schöne Augen“. So etwas hat Ihr Gegenüber bestimmt schon öfter gehört und das Kompliment kann deshalb schnell bedeutungslos wirken.
  4. Schau mir in die Augen, Kleines
    Halten Sie Blickkontakt, wenn Sie jemandem ein Kompliment machen, und vermitteln Sie so Ihre echte Wertschätzung.
  5. Im Gleichgewicht
    Machen Sie nicht zu häufig Komplimente, dadurch verlieren diese ihre Besonderheit und wirken unglaubwürdig.
  6. Egal wem
    Nicht nur Ihr (Flirt-)Partner hat ein Kompliment verdient. Über ehrlich gemeinte Anerkennung freut sich jeder in Ihrem Umfeld, egal ob Kollegen, Familie oder Freunde.

Komplimente annehmen

Komplimente zu machen ist die eine Sache, diese richtig anzunehmen eine andere. Oft fällt es uns schwer, mit einem echten Lob umzugehen und dieses als das zu nehmen, was es ist – eine nette Anerkennung. Wir interpretieren das Gesagte, sehen darin eine übertriebene Schmeichelei oder eine plumpe Anmache und sind verstimmt statt erfreut. Doch wie reagiert man angemessen auf ein Kompliment? Die Sache ist eigentlich ganz einfach: Mit einem aufrichtigen Dankeschön und einem Lächeln. Freuen Sie sich darüber, genießen Sie das Glücksgefühl und sehen Sie es einfach als Bestätigung. Übrigens: Auf ein Kompliment muss nicht unbedingt mit einem Gegenkompliment reagiert werden.

(1) AbimelecOlan/iStock/Thinkstock