Peinliche Baggeraktionen

Kennen Sie das, wenn diese wunderbare Erscheinung am Ende der Bar plötzlich den Reiz verliert? Weil mit dem ersten Satz alles dahin ist? Das muss aber nicht sein. Manche Peinlichkeiten kann man sich sparen ...

Tatsache: Manchmal ist es einem selbst peinlich, wie man von Vertretern oder Vertreterinnen des anderen Geschlechts angesprochen wird. Allerdings: Ganz subjektiv betrachtet stellt man sich oft auch nicht besser an. Wir möchten diesen Peinlichkeiten ein Ende setzen.

Ob bei Freunden, in der Bar, der Disco oder im Supermarkt: Wo auch immer man auf mögliche Flirtpartner trifft, ist die Gefahr fürs Fettnäpfchen augenblicklich potenziert. Irgendwie scheinen wir Menschen, wenn die Hormone tanzen, den Kopf zu verlieren. Deshalb einige Tipps, wie er auch beim heißesten Gegenüber schön kühl bleibt, soweit möglich.

Peinlichkeit Nr. 1: Sprachlosigkeit
Sehr häufig, sehr peinlich. Da steht das absolute Supermodell – ob männlich oder weiblich – und Ihnen versagt die Stimme. Nicht etwa, weil der Hals rau ist (da würden wir jetzt Bonbons empfehlen), sondern weil Sie einfach überwältigt sind. Luft weg, Sprache weg. Tja.
Probiern Sie’s mal so: Supermodell sehen, einmal tief durchatmen (wegen der Luft) und dann ganz entspannt hingehen und ansprechen. Denn vergessen Sie nie: Gerade die Bestaussehendsten bekommen oft die wenigsten Angebote. Weil viele ihnen gegenüber einfach … richtig: sprachlos sind.

Peinlichkeit Nr. 2: Anmachspruch
Wenn Sie auf „Sag mal, kennen wir uns nicht? Aus New York oder Paris?“ die Antwort bekommen „Sicher nicht, weil Du da garantiert noch nie warst.“ Oder wenn auf „Hat der Himmel geweint, als er einen Engel wie Dich verlor?“ ein „Ich komm direkt aus der Hölle – und zu der fährst Du jetzt auch ganz schnell!“ folgt, dann sollten Sie eines wissen: Anmachsprüche sind 1. von vorgestern und 2. kennt mittlerweile jeder jeden.
Probiern Sie’s mal so: Haben Sie es wirklich nötig, auf vorgefertigte Floskeln zu bauen? Dann lassen Sie das mit dem Flirten. Ansonsten schauen Sie sich Ihr Gegenüber an. Finden Sie nach einer ganz klassischen Vorstellung mit einem Hallo und Ihrem Namen heraus, was Sie vielleicht verbinden könnte. Und wenn Sie kein gemeinsames Thema finden, bleiben Sie wenigstens nicht in peinlicher Erinnerung.

Peinlichkeit Nr. 3: Tuscheln
Lassen Sie es einfach. Sie wissen doch selbst, wie peinlich das kommt. Sie stehen in einer Bar, eine Gruppe Frauen (oder Männer) steht irgendwo gegenüber, wirft Ihnen Blicke zu – und nach jedem Blick wird getuschelt. Mit den Kumpels oder Mädels. Jetzt glauben Sie bloß nicht, dass jeder sich davon geschmeichelt fühlt.
Probiern Sie’s mal so: Natürlich will man sich austauschen. Aber besser dann, wenn das Corpus Delicti gerade nicht herüberschaut. Und auch nur ein- oder zweimal. Sonst wirkt das Ganze entweder leicht kindisch – oder aber wie eine Lästerattacke. Also, kurze Beratung ok. Aber dann sollten Sie schon mal auf den Anderen zugehen.

Peinlichkeit Nr. 4: Freunde vorschicken
Sie sind schüchtern. Das ist nicht schlimm, das kann sogar ganz sympathisch wirken. Aber wenn Sie Ihren besten Freund oder die beste Freundin vorschicken, sieht es schnell so aus, als hätten Sie eher Angst. Und wenn man vor dem Schwarm Angst zeigt, ist das nicht unbedingt eine Sympathiebekundung, oder?
Probiern Sie’s mal so: Besprechen Sie sich unauffällig mit Ihrem Freund oder Ihrer Freundin. Holen Sie sich Tipps. Das ist alles ok. Und jetzt fassen Sie sich ein Herz und gehen Sie auf Ihr Gegenüber zu! Außerdem können Sie sich dann auch sicher sein, dass er oder sie wirklich mit Ihnen flirtet – statt mit Ihrem „Vorsprecher“.

Peinlichkeit Nr. 5: (Das falsche) Getränk bestellen
In Filmen funktioniert das fast immer. In der Realität auch. Allerdings sollten Sie nie von sich auf andere schließen. Denn wenn Sie zum Beispiel der tollen Dame an der Bar ein Getränk spendieren und vom Kellner liefern lassen, dann muss Ihr Getränk des Abends (Pils) nicht unbedingt den Geschmack der Frau treffen (Cuba-Libre).
Probiern Sie’s mal so: Bevor die Dame denkt, dass Sie – aus ihrer Sicht – gänzlich „geschmacklos“ sind, machen Sie sich den Bar-Keeper zum Freund. Er weiß, was er geliefert hat. Und er wird Ihnen sicher behilflich sein, wenn Sie nicht selbst heraus finden, welche Bestellung Sie tätigen sollten. Übrigens: Ein Trinkgeld kann in solchen Fällen durchaus hilfreich sein.