Trend: Smell Dating – mit dem richtigen Riecher zum Traumpartner

Trend: Smell Dating! Ein T-Shirt wird drei Tage lang getragen, Deodorants sind in dieser Zeit tabu – nur duschen ist erlaubt! Das getragene Kleidungsstück dient anderen Smell-Dating Teilnehmern als Geruchsprobe und soll bei der Partnerwahl helfen

Aus Amerika kommen bekanntlich einige verrückte Ideen, so wie dieser neuer Trend: Smell Dating! Man meldet sich an, bekommt ein T-Shirt zugeschickt und soll es drei Tage und Nächte ohne Unterbrechung tragen. Das Skurrile dabei: Deodorant, Parfüms und andere körperfremde Duftstoffe sind während dieser Zeit tabu – nur Duschen ist erlaubt! Dieses getragene Kleidungsstück dient anderen Smell-Dating Teilnehmern als Geruchsprobe und soll bei der Partnerwahl helfen.

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Ich kann dich gut riechen“ – der Geruch des Gegenübers ist ein wichtiges Kriterium, um zu entscheiden, ob man sich zu einer Person hingezogen fühlt oder nicht. Das haben auch New Yorker Künstler gemerkt und sich den interessanten Service rund um Smell-Dating ausgedacht, der momentan ausschließlich in New York zugänglich ist.

Das Konzept Smell Dating

Menschen auf Partnersuche melden sich an, bekommen ein T-Shirt zugeschickt und sollten dies idealerweise drei Tage und Nächte ohne Unterbrechung tragen. Jegliche Duftstoffe, die den körpereigenen Geruch überdecken können, sind in dieser Zeit nicht erlaubt. Um die Vorstellung des Smell Datings erträglicher zu machen: Teilnehmer dürfen das Shirt immerhin ausziehen, um sich zu duschen. Sind drei Tage vergangen, wird das getragene Kleidungsstück zurückgeschickt und man bekommt im Gegenzug zehn Shirts, die von anderen Smell-Dating Teilnehmern getragen wurden. Nach ausführlichem Riechen geben die Teilnehmer an, welcher Geruch für sie persönlich am angenehmsten und attraktivsten war – gibt es zwei Personen, die übereinstimmen und sich gegenseitig am besten riechen zu können, so dürfen sie sich kennenlernen.

Der Nase nach gehen: Gerüche entscheiden über die Partnerwahl

Genauso wie die Optik eines potentiellen Partners Ansichtssache ist, wird auch der Geruch des Gegenübers nach persönlichen Vorlieben beurteilt. Dennoch lässt sich festhalten, dass Partner sich gut riechen können, wenn sie sehr unterschiedliche Gene haben. Diese Präferenz lässt sich erklären: Menschen sind demnach von Natur aus stärker zum Partner und dessen Körpergeruch hingezogen, wenn dieser signifikant unterschiedliche Muster in der Gen-Ausstattung hat, da das die Möglichkeit erhöht, gesunde Nachkommen zeugen zu können. Den Körpergeruch näherer Verwandter empfindet man deshalb in der Regel als nicht ansprechend.

Pheromone – Duftstoffe zum Verlieben?

Einige Parfums werden damit beworben, dass sich in ihnen Pheromone befinden, die eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf das andere Geschlecht ausüben sollen und damit auch dem Träger des Duftes unglaublichen Sex-Appeal verleihen. Pheromone sind Botenstoffe, die der chemischen Kommunikation zwischen Lebenwesen einer Art dienen – nicht zu verwechseln mit dem körpereigenen Geruch oder einem beliebigen Duftstoff. Bei Tieren sind Pheromone schon ausreichend erforscht und es wurde herausgefunden, dass diese Duftmoleküle eine entscheidende Rolle bei der Partnerwahl spielen. Beim Menschen konnte dieses Phänomen noch nicht wissenschaftlich fundiert nachgewiesen werden – eines ist dennoch sicher: ob Menschen Pheromone wirklich herstellen oder nicht, der körpereigene Geruch beeinflusst die Chemie zwischen zwei Menschen und ist ein entscheidendes Auswahlkriterium bei der Partnerwahl.

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