Zickenfisch meets Romantikai

Nachdem sie sich im Chat und am Telefon super verstanden, ließ auch ein erstes Treffen der beiden nicht lange auf sich warten. Obwohl Claudia ihm anfangs ziemlich hochnäsig vorkam, spornte das Kai nur noch mehr an.

Nachdem sie sich im Chat und am Telefon super verstanden, ließ auch ein erstes Treffen der beiden nicht lange auf sich warten. Obwohl Claudia ihm anfangs ziemlich hochnäsig vorkam, spornte das Kai nur noch mehr an, ihren weichen Kern zu finden. Seine Hartnäckigkeit sollte belohnt werden.

Kai: Ich lebte in Scheidung und wollte eigentlich nur eine liebe Frau kennen lernen, einfach so, ohne jeden Hintergedanken. Mal wieder nett mit einer Frau ausgehen, Tanzen, reden… eben meine romantische Ader genießen. Klar habe ich eine Frau für immer im Hinterkopf gehabt, aber das Chatten hat mir auch viel Spaß gemacht. Claudia war da anders. Sie war eigentlich nur ein „Zufallstreffer“, weil sie aus meiner näheren Umgebung kam. Ich lasse sie das mal schreiben.

Claudia: Ich lebte zu dem Zeitpunkt noch mit einem Mann in einer Routinegemeinschaft, Heiraten wollte ich den sowieso nicht. Ich war bereits auf Wohnungssuche und seit 2003 unter dem Pseudonym Zickenfisch bei LoveScout24 angemeldet. Ich hatte schon einige Dates gehabt, aus denen aber nur gute Freundschaften entstanden waren. Ein Pferd als Hobby schreckt auch viele ab, jedoch war ich ehrlich und habe Chatpartnern, die mir nicht gefielen auch abgesagt. Für diese Offenheit waren mir viele auch dankbar.

Nach einigen Wochenendchats bin ich dann auf Kai, alias Romantikai gestoßen. Bald haben wir auch in der Woche gechattet und angefangen zu Telefonieren.

Kai: Stimmt, wir haben gechattet und ich wollte eigentlich in mein Bett. Es war schon ungefähr ein Uhr morgens. Wie es sich für einen netten Mann gehört, habe ich mich also von Claudia verabschiedet und wollte mich grade abmelden, als mein Handy klingelte… „Bitte bleib doch noch kurz.“ sagte eine wirklich liebe Stimme am anderen Ende. Kann Mann da widerstehen? Nein, natürlich nicht. Also haben wir weitergechattet. Mein nächster Arbeitstag war eine Mischung aus Müdigkeit und Vorfreude auf das nächste Gespräch, also Hölle und Himmel.

Schließlich haben wir uns zu einem ersten Treffen in Eutin, der Rosenstadt, verabredet. Ich war früher da als sie. Als ich sie kommen sah, habe ich mir so meine Gedanken gemacht, denn Claudia schien mir ziemlich hochnäsig und eingebildet zu sein. Doch das hat mich irgendwie nur noch mehr angespornt.

„Diese Zicke knackst du und findest den weichen Kern.“ dachte ich nur. Was soll ich sagen, wir waren Eis essen, spazieren im Schlosspark, ich habe auf der leerstehenden Freilichtbühne für sie gesungen… und wir haben uns erneut verabredet.

Danach ging es wirklich sehr, sehr schnell. Wir waren in einer Lübecker Diskothek Tanzen und haben uns das erste Mal geküsst. Ich war wieder wie ein Junge verliebt, mit Bauchkribbeln und allem Drum und dran. Nach einigen kleinen Überraschungen (sie wohnte noch bei ihrem Exfreund, ihr Umzug in die eigene Wohnung, meine eigenen Kinder überzeugen…) sind wir dann fester und näher zusammengekommen.

Claudia sagte mal zu mir, wenn sie heiraten wollte, dann müsste es schon ein besonderer Antrag sein. An einem Abend in Travemünde erblickte ich dann eine Fahnengruppe von Kanada und den einzelnen Provinzen. Da sie ein absoluter Kanada-Fan ist, habe ich sie auf den Fahnensockel gelotst, mich vor sie hingekniet und ihr einen Antrag gemacht. Und sie hat Ja gesagt!

Am 6. 6. 2006 haben wir dann geheiratet und lieben uns noch immer wie am ersten Tag!