Ein unvergessliches Wochenende

Gudula war so begeistert vom Dateroulette, dass selbst der PC anfing zu schnaufen. Und es hat sich gelohnt: Denn auf einmal sah sie Marios Foto und musste einfach wissen, wem dieses zauberhafte und sympathische Lächeln gehörte ...

Unter den dämmernden Strahlen des Spätsommers gingen Gudula und Mario Segeln. Kennengelernt hatten sie sich über das Dateroulette. Die Kugel rollte und traf ins Schwarze. Schnell haben sie sich verabredet und erkannt: Das ist mein Traumpartner!

Mario („captain_c“): Ich hatte mein zehntes Date mit einer LoveScout24-Dame. Mein sechstes Date sagte, es müsse in den ersten zehn Sekunden Klick machen, ansonsten würde es nichts werden. Ich war der Meinung das sei Quatsch, denn dann ginge es ja nur um Äußerlichkeiten. Erst nach einer gewissen Zeit kann man sich zum inneren Wesen durcharbeiten, bis man schließlich weiß: Top oder Flop. Gudulas Foto war ziemlich hübsch, sie schrieb nett und ich sage es ganz ehrlich, ich malte mir nicht viele Chancen aus. Mit meinem verbeulten Nissan mit kaputtem Nachschalldämpfer konnte ich auch nicht punkten. Doch ich schaltete rechtzeitig den röhrenden Motor ab und rollte mit letzter Kraft in die Parklücke vor dem Italiener.
Ich erkannte sie sofort: Sie saß auf einer Bank und blickte etwas traurig aus ihren Locken. Ich sprang aus dem Auto und noch bevor ich die Taste der Autofernbedienung gedrückt hatte, machte es „Klick“, aber nicht beim Auto …
Ich sagte: „Hallo Elfe, du bist ja noch hübscher als auf dem Foto.“ Sie lächelte mich an und das Eis war gebrochen. In einer Gaststätte verbrachten wir eine sehr schöne Zeit miteinander. Ich blickte ihr in die Augen und versuchte ihre Gedanken zu erraten. Was hatte sie wohl schon alles erlebt?

Gudula („elfe12“): Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, einen Partner zu finden. Ich hatte viele „Bewerber“, aber die meisten waren eher nicht an einer Partnerschaft interessiert. Doch dann kam das Datenroulette und ich fing an, ein bisschen zu spielen. Meine Finger liefen heiß und sogar der PC fing zu schnaufen an. Plötzlich, wie durch eine magische Kraft, hielt mein Finger an, mein Gehirn musste ausgesetzt haben. Marios Foto hatte mich sofort verzaubert. Ich musste ihn kennenlernen. Wir verabredeten uns bei meinen Lieblingsitaliener. Ich werde nie vergessen, wie er aus dem Auto ausstieg: nett, lächelnd, energiegeladen, charmant. Wir gaben uns rechts und links Küsschen und gingen rein. Wir unterhielten uns, obwohl ich im Nachhinein kaum noch weiß, worüber eigentlich. Ich hatte nur Augen für ihn und mein Herz schlug bis zum Hals. Am meisten faszinierten mich seine Hände, die aus einem Glasuntersetzer ein Surfbrett bastelten. Seine ruhige erklärende Art, sein offenes, nettes, liebevolles Wesen. Ich dachte nur: Ich habe meinen Traummann gefunden!

Mario: „Haben Sie noch einen Wunsch?“ – Der Kellner holte mich in die Wirklichkeit zurück. Ich hatte noch einen Wunsch, aber den konnte nur Gudula erfüllen. Um sie zu beeindrucken, bastelte ich aus dem Bierdeckel ein Surfbrett und sie bekam einen Theoriekurs. Das hat sie natürlich bis zum nächsten Sommer wieder vergessen. Aber immerhin verabredeten wir uns eine Woche später zum Segeln. Es war ein wunderschöner Tag, der letzte des vergangenen Sommers. Wir badeten, tranken Wein und ich bereitete uns eine Kuschelfläche in der Kajüte vor. Alles war perfekt, auch an den nächsten Wochenenden. Ich habe meine Traumfrau gefunden!