8 Fakten über Frühlingsgefühle

Schmetterlinge im Bauch, Herzrasen, weiche Knie: Wir lieben dieses wunderbare Gefühl. Doch was genau steckt hinter dem Rausch der Gefühle?

Schmetterlinge im Bauch, Herzrasen, weiche Knie: Wir lieben dieses wunderbare Gefühl. Wenn unsere Hormone mit uns Achterbahn fahren und wir keinen klaren Gedanken mehr fassen, dann hat es uns erwischt. Wir sind verliebt. Doch was genau steckt hinter dem Rausch der Gefühle?

Die Liebe auf den ersten Blick

Die Sonne strahlt, zwei Augenpaare treffen sich und – Zoom – ist es geschehen. Gibt es sie wirklich? Sind es nur Frühlingsgefühle? Oder ist sie es – die Liebe auf den ersten Blick? Was passiert, wenn plötzlich der Blitz einschlägt, erklärt Diplom-Psychologin Angelika Kallwass: „Ja, es gibt sie wirklich, die Liebe auf den ersten Blick! Im Bruchteil einer Sekunde wissen wir, wir sind verliebt. Die Knie zittern, das Herz rast, die Hände werden feucht, wir schauen den Anderen, die Andere an und wissen, er, sie ist wunderbar.“

Die rosarote Brille

Wenn wir frisch verliebt über Wolke sieben schweben, ist unsere neue Liebe geradezu vollkommen. All die liebenswerten kleinen Macken und Eigenarten des Partners sind so originell. Die sensible Zurückhaltung ist einfach zauberhaft. Und die paar Pfunde zu viel sind absolut sinnlich – durch unsere rosarote Brille betrachtet. Die Kunst liegt darin, die Brillengläser irgendwann abzunehmen und die Illusionen des Traumpartners der Wirklichkeit anzupassen. Wer das schafft, erhält die Chance, auch auf Wolke vier glücklich zu werden.

Mit dem Frühling kommt die Lust

Alles blüht, die Sonne lacht – und wir mit ihr um die Wette. Frühling, ja du bist’s! Wenn die Temperaturen steigen, die Rocklängen kürzer werden und wir erstmals die Winterjacke an den Nagel hängen können, kommt dieses leichte, beschwingte Gefühl in uns auf. Der Frühling weckt die Lebensgeister in uns und unsere Hormone schlagen Purzelbäume. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, sich neu zu verlieben. Was genau hinter den Frühlingsgefühlen steckt, weiß Angelika Kallwass.

Liebe auf den zweiten Blick

Müssen gleich die Funken sprühen? Oder kann aus einer Freundschaft auch ganz langsam Liebe werden? Tatsächlich haben Paare, die sich beim Kennenlernen Zeit lassen, eine größere Chance auf eine lange und glückliche Beziehung, als solche, die die Leidenschaft übermannt. Denn während sich die erste Begeisterung füreinander oft als Strohfeuer entpuppt, ist eine Beziehung, die auf Sympathie, Verständnis und Gemeinsamkeiten beruht, wesentlich langlebiger.

Liebe geht durch den Magen

Schokolade macht glücklich. Eis auch. Und Liebe erst recht. Doch was genau ist da los in unserer Magengegend? Sind es die berühmten Schmetterlinge? Oder kann man ein Herz tatsächlich mit gutem Essen erobern? Shary Reeves, Moderatorin des Fernseh-Magazins „Wissen macht Ah!“ im WDR und KiKa kennt die Antwort: „Das emotionale Zentrum unseres Gehirns sendet Signale an die Nervenbahnen. Ist man dann verliebt, werden im Körper positive Reaktionen ausgelöst.“

Aktive Menschen haben mehr Ausstrahlung

Der erste Eindruck zählt. „Auch in der Liebe werden wir erst mal nach dem Äußeren beurteilt“, sagt Paar- und Sexualtherapeutin Diana Lüchem. Aktive Menschen wirken frisch, haben eine rosige Gesichtshaut und häufig auch einen trainierten Body. Letztlich gehe es aber nicht um Schönheit, sondern um die Ausstrahlung – und diese sei bei aktiven Menschen einfach größer:

„Wenn wir selbst aktiv und abenteuerlustig sind, sind wir auch eher angeregt, finden das Leben spannend, sind aufgeweckter und interessierter“, so die Paartherapeutin. „Deshalb fällt es uns häufig leichter andere attraktiv zu finden. Im Umkehrschluss macht uns das wiederum in deren Augen interessanter und attraktiver.“ Ihrer Ansicht nach steigt unser Attraktivitätsgrad, je mehr wir uns für den Anderen ehrlich interessieren. Das heißt: „Auch Fragen stellen, neugierig sein, wissen wollen, was der Andere denkt und gerne tut.“

Der Flirt-Tipp von Diana Lüchem: „Gut zuhören und eine Verbindung schaffen.“

Die Wolke sieben

Platon sagte einst: „Liebe ist eine schwere Geisteskrankheit.“ Das ist natürlich Quatsch. Tatsächlich ähneln die Symptome von Verliebten aber derer Drogensüchtiger – inklusiver der üblichen Entzugserscheinungen. Sind wir dem Partner nah, rauscht eine ganze Bande heißblütiger Hormone durch unseren Körper, angeführt vom Dopamin – dem sogenannten Glückshormon. Dieser Neurotransmitter sorgt im Belohnungszentrum des Gehirns für den Rausch, den wir als Wolke sieben kennen. Wir schweben wie auf Watte. Wenn nicht, können wir an nichts Anderes mehr denken, als ihn oder sie möglichst bald wieder in die Arme zu schließen. Wir brauchen sie: unsere Droge!

Das gebrochene Herz

Bei Liebeskummer leiden wir. Im schlimmsten Fall bricht unser Herz – nicht nur im übertragenen Sinn. Experten nennen diesen Zustand das „Broken-Heart-Syndrom“: eine Funktionsstörung des Herzmuskels, die auftreten kann, wenn wir emotional aus der Bahn geworfen werden – Beispielsweise, wenn der Partner uns verlässt. Die Symptome des Broken-Heart-Syndroms ähneln denen eines Herzinfarkts und können wie dieser schwerwiegende Folgen haben. Treten plötzlich Atemnot oder heftige Schmerzen im Brustkorb auf, sollte dies also unbedingt schnellstmöglich untersucht werden.

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