Zufriedenheit mit sich selbst

Eine gutes Selbstwertgefühl und Zufriedenheit mit sich selbst sind auf Dauer Voraussetzung für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Dabei geht es aber um mehr als bloße Aufmunterungsparolen oder oberflächliches positives Denken ...

Ein gutes Selbstwertgefühl und Zufriedenheit mit sich selbst sind auf Dauer Voraussetzung für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Dabei geht es aber um mehr als bloße Aufmunterungsparolen oder oberflächliches positives Denken, das sagt auch Mia Leijssen, Professorin für Psychologie in Belgien.

Auch Charlie Chaplin setzte sich in einem Text mit diesem Thema auseinander, der in diesem Artikel des Öfteren zitiert wird.

Selbstreflexion

Stellen Sie sich einmal vor den Spiegel. Wen sehen Sie vor sich? Sind das wirklich Sie selbst, so wie Sie sein möchten? Oder ist es vielmehr ein konstruiertes Selbstbild, eine Persönlichkeit die Sie geschaffen haben, um anderen zu gefallen? Dabei geht es in erster Linie nicht um Ihr Äußeres, sondern darum, wie Sie sich verhalten, wer Sie generell vorgeben zu sein.

„Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnung für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das nennt man ‚Authentisch-Sein‘.“

Selbstachtung

Es geht nicht darum, es jedem Recht machen zu wollen und sich immer mit anderen zu vergleichen. Akzeptieren Sie sich so, wie Sie sind, verzeihen Sie sich Fehler und erwarten Sie keinen Perfektionismus (weder von sich selbst, noch von anderen). Das sagt sich natürlich leichter als es tatsächlich ist, aber das Bewusstsein über diese Tatsache ist auf alle Fälle schon ein Schritt in die richtige Richtung.

„Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich, das nennt sich ‚Selbstachtung‘.“

Selbstliebe, nicht Egoismus

Selbstliebe hat in ihrer natürlichen Form nichts mit Egoismus oder Narzissmus zu tun. Sich selbst zu lieben bedeutet nicht, dass man auf andere herabsieht oder sich als etwas Besseres fühlt, sondern sich mit sich selbst auseinander zu setzen und sich so zu akzeptieren, wie man ist. Nach Mia Leijssen meint Selbstliebe mit dem eigenen inneren Selbst in Verbindung zu stehen und sich als Individuum mit speziellen Charakteristika zu erkennen, ohne damit ein Werturteil zu verknüpfen.

„Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das ‚gesunden Egoismus‘, aber heute weiß ich, das ist ‚Selbstliebe‘.“

Warum Zufriedenheit mit sich selbst für die Partnersuche wichtig ist

Wie wir uns selbst fühlen bleibt anderen meist nicht verborgen, denn Unzufriedenheit mit sich selbst strahlt man immer auch nach außen aus. Ausstrahlung hat nämlich nichts mit Schönheit an sich zu tun und wirkt oft mehr, als wir vermuten.

„Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man ‚Ehrlichkeit‘.“

Die Basis für eine Partnerschaft

Wir erwarten von einem Partner, dass er uns liebt, so wie wir sind – mit all unseren Stärken und Schwächen. Doch dürfen wir von einem anderen Menschen das erwarten, was wir uns selbst nicht entgegenbringen können? Und wie soll eine Partnerschaft auf Dauer funktionieren, wenn man mit sich selbst nicht im Reinen ist? Eine solche Unzufriedenheit belastet auf Dauer jede Beziehung und macht letztendlich nicht nur Sie selbst unglücklich.

„Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man ‚Reife‘.“

Wie werde ich zufrieden mit mir selbst?

Sein konstruiertes Selbstbild hinter sich zu lassen und sich selbst zu achten, so wie man tatsächlich ist, erfordert viel Mut und Anstrengung – dazu gibt es natürlich kein Patentrezept. Wir haben Ihnen jedoch einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen den Anfang erleichtern.

1. Reflexion

Stellen Sie sich einmal die Frage: Wann sind Sie wirklich mit sich selbst zufrieden? Nehmen Sie diese Situation als Grundlage und erinnern Sie sich in selbstkritischen Momenten daran.

2. Machen Sie eine Art Brainstorming.

Was macht Sie als Menschen aus? Was sind Ihre Stärken, was können Sie eher weniger gut? Woran möchten Sie arbeiten und was möchten Sie verändern?

3. Verlangen Sie nicht zu viel von sich.

Bleiben Sie realistisch und setzen Sie sich erreichbare Ziele, andernfalls verlieren Sie schnell die Motivation.

4. Besiegen Sie den inneren Kritiker.

Der Psychotherapeut Rolf Merkle meint, dass es vor allem eine Stimme in uns ist, die es immer wieder schafft unser Selbstvertrauen zu schwächen und uns bei Fehlern oder Missgeschicken bestraft. Lernen Sie, in solchen Situationen trotzdem positiv zu denken, statt alles negativ zu sehen.

5. Beschenken Sie sich selbst.

Tun Sie sich selbst etwas Gutes. Beschenken Sie nicht nur andere, sondern machen Sie sich auch selbst eine Freude – einfach so!

„Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich, das ist das LEBEN!“

Quelle Zitate: https://www.myzitate.de/charlie-chaplin/